Vorstellung des Wanderweges zur Ruine der Kocherburg

Am Freitag, 18. Juni 2010, wurde offiziell der teilweise neu angelegte Wanderweg zur Ruine der Kocherburg im Unterkochener Rathaus vorgestellt. Eingeladen hatten der Schwäbische Albverein, Ortsgruppe Unterkochen, und die Initiative Ruine Kocherburg.

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Ortsvorsteher Karl Maier dankte den Initiatoren Erich Holzwarth, Artur Grimm und Albert Grimm, die Geschichte um die Kocherburg wieder erlebbar zu machen.

Die Initiative Ruine Kocherburg und der Schwäbische Albverein stellten den fertiggestellten und beschilderten Wanderweg zur Kocherburg und zum Keltenwall den interessierten Besuchern vor.

Die Fundamente der Kocherburg in Unterkochen wurden erstmals im Jahr 1914 von Herrn Fabrikant Adolf Palm freigelegt. Durch sein Engagement für dieses Kulturdenkmal wurde er zum Ehrenbürger der Gemeinde Unterkochen ernannt.

Knapp 100 Jahre später waren es nun Artur Grimm, Erich Holzwarth und Albert Grimm, die nach umfangreichen Arbeiten auf ein zwei Meter hohes und zwölf Meter langes Mauerwerk stießen. Immerhin wurden 40.000 EUR in die Restaurierung der vorhandenen Mauerreste investiert.

Karl-Heinz Schaeffer vom Schwäbischen Albverein, Ortsgruppe Unterkochen, stellte mit Bildern, Zeichnungen und Lageplänen sowie Fotografien den Wanderweg, der nun vom „Läuterhäusle“ über die Klause, Antonius-Eiche zur Ruine Kocherburg führt, vor.

Drei neue Informationstafeln bieten interessante Erläuterungen, zusammengestellt wurden sie von der Gesellschaft für Archäologie und dem Forstamt. Für den Interessierten sind nun Fundstücke von der Kocherburg im Rathaus Unterkochen ausgestellt. In den Vitrinen lagern die Reste von bemalten Wandputz, Firstziegeln, grün lasierte Opferkeramik aus dem 16. Jahrhundert.

Artur Grimm informierte die Besucher über die Funde, die nach und nach so ausgegraben wurden und nun ausgestellt werden.

Ortsvorsteher Karl Maier dankte in seinem Grußwort den Initiatoren für deren Engagement, Fleiß und Arbeit. Dabei erinnerte der Ortsvorsteher auch an die Geschichte der damals noch selbstständigen Gemeinde Unterkochen, insbesondere über das damalige Markungsgebiet.

Oberbürgermeister Martin Gerlach freute sich, dass nun durch den neu angelegte Wanderweg zur Ruine Kocherburg für den interessierten Besucher aus nah und fern die Reste der Kocherburg doch näher erlebbar werden. Besonders freute er sich über dieses großartige ehrenamtliche Engagement, das sicherlich beispielhaft für die Geschichtsbelange ist. Mit einem anerkennenden Präsent dankte er der Initiative Ruine Kocherburg für deren tatkräftiges Arbeiten, sich für die Belange der Geschichte im Stadtbezirk Unterkochen einzusetzen.

Die Ausstellung ist im Rathausfoyer für jedermann während den Öffnungszeiten zugänglich.

(Text/Fotos: Hubert Mahringer)
© Stadt Aalen, 21.06.2010

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