Volkstrauertag - Gedenkfeier am Kriegerdenkmal in Unterkochen

Wie an vielen anderen Stätten, gedachten auch dieses Jahr am Kriegerdenkmal die Menschen den Gefallenen der Weltkriege und den Opfern der Kriege. Die Feierstunde wurde musikalisch umrahmt vom Musikverein Unterkochen unter der Leitung von Werner Wohlfahrt und dem Männerchor des Liederkranzes Unterkochen unter der Leitung von Frau Gerlinde Thalheimer.

Ein Gedicht zum Volkstrauertag trugen der Schüler Swen Szelinski und die Schülerinnen Didem Muratoglu und Sarah Morgenthal von der Kocherburgschule vor.

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In seiner Gedenkrede erinnerte Ortsvorsteher Karl Maier an die Menschen, die in beiden Weltkriegen ihr Leben verloren haben und an die Tausenden Opfer von Gewalt an Kindern – Frauen und Männern und des Terrors an den Brennpunkten dieser Welt. Vor 91 Jahren war das Ende des 1. Weltkrieges, 70 Jahre seit Beginn und 64 Jahre seit Ende des Zweiten Weltkrieges. Vor 20 Jahren fiel die Berliner Mauer – und die deutsche Einheit wurde Wirklichkeit. Gerade der Volkstrauertag bietet Anlass, sich die Meilensteine unserer Geschichte ins Bewusstsein zu rufen. Die 8 Tafeln vor dem Kriegerdenkmal sind mit 390 Namen von gefallenen Unterkochenern aus den beiden Weltkriegen. Das Recht auf Frieden und Freiheit ist für uns alle selbstverständlich geworden. Wir dürfen nicht nachlassen es für andere Staaten und Völker zu fordern. Er mahnte, wer die Vergangenheit nicht kennt und anerkennt, den kann es die Zukunft kosten. Die Toten haben es verdient, dass wir Ihrer gedenken und wir haben auch die Pflicht, uns darum zu bemühen, dass so etwas wie die beiden Weltkriege oder Vergleichbares nie – nie wieder passiert. Er erinnerte an die Worte von dem damaligen Bundespräsident Prof. Theodor Heuss der das Verhältnis der Überlebenden zu den Toten der Kriege mit den Worten formulierte „Die in den Gräbern ruhen, warten auf uns, auf uns alle. Sie wollen gar nicht, das wir mit lauten Worten sie Helden nennen. Sie haben für uns gekämpft, gezagt, gelitten, sie sind für uns gestorben. Sie waren Menschen wie wir. Sein Appell war, sorgt ihr, die ihr noch im Leben steht, dass Frieden bleibe, Frieden zwischen den Menschen, Frieden zwischen den Völkern.

Unter den Klängen „Ich hatt´ einen Kameraden“ legten Ortsvorsteher Karl Maier zusammen mit dem Vorsitzenden der VdK Ortsgruppe Unterkochen, Franz Bühler, Kränze am Kriegerdenkmal nieder.

(Text/Fotos: Hubert Mahringer)
© Stadt Aalen, 16.11.2009

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