Rathaussturm in Unterkochen

am Gumpendonnerstag

Nachdem die Narrenzunft Bärenfanger zusammen mit der Aalener Fastnachtszunft den Ersten Bürgermeister Wolfgang Steidle in Aalen abgesetzt haben, stürmten die Narren mit Kanonendonner das Rathaus in Unterkochen.

(© Bezirksamt Unterkochen)

Zunächst versuchte das Rathausteam, dieses Mal unterstützt auch von der Presse, sich zu verteidigen. Die bereitliegenden Bonbons und Luftballone reichten nicht aus, dem Ansturm der Narren entgegen zu wirken und bald musste die weiße Flagge gehisst werden. Angeklagt wurden Ortsvorsteherin Heidemarie Matzik und Bezirksamtsleiter Hubert Mahringer.

 

Ortsvorsteherin Heidemarie Matzik wurde zum vierten Mal angeklagt und musste sich ihren Verfehlungen, insbesondere durch die Unkenntnis der Narrenrufe, verantworten. Das Thema Schützen als freistehende Gaststätte und die frei gewordenen Räumlichkeiten des Notariats waren Anklagepunkte, hier Veränderungen zu suchen.

 

In Reimform wehrte sich die abgesetzte Ortsvorsteherin den schweren Klagen auch mit dem Narrenruf Bärenfanger, Bärenfanger – hoi, hoi, hoi und meck, meck – ahoi. Sie sah sich nicht schuldig in allen Punkten und versprach den Narren, die Narrenrufe künftig auswendig zu lernen. Um die Absetzung entsprechend zu feiern, kamen die Narren ins Rathaus und bekamen Bier und Brezeln. Unterstützt wurde das Zusammensein von Blumen und Wohnen, Brigitte Willier.

 

(Text: Hubert Mahringer)

(© Bezirksamt Unterkochen)
© Stadt Aalen, 12.02.2018
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