Kocherburgschule Unterkochen: Bildungspartnerschaft als Brücke für die Zukunft

Welchen Stellenwert den neuen Bildungspartnerschaften zwischen vier Unterkochener Industriebetrieben, dem Samariterstift Aalen und der Kocherburgschule beigemessen wird, zeigte die hochkarätig besetzte, feierliche Unterzeichnung dieser Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Schule am 24. Januar 2011 in der Aula der Kocherburgschule.

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Schulleiterin Anita Stark begrüßte nach dem musikalischen Auftakt durch den Schulchor die Geschäftsführer, Dr. Axel Nickel Lindenfarb Textilveredlung Julius Probst GmbH & Co. KG, Christian Mandl und Thomas Wellmann Munksjö Paper GmbH, Dr. Jörg Rieger RUD - Ketten Rieger & Dietz GmbH & Co. KG und Hans Günter Nohl Prokurist bei Papierfabrik Palm GmbH & Co. KG, sowie Christoph Rohlik vom Samariterstift Aalen.
Ortsvorsteher Karl Maier, IHK Hauptgeschäftsführer Klaus Moser, Jörn P. Makko Geschäftsführer von Südwestmetall, Schulrat Wolfgang Schäffer und viele weitere Gäste
zeigten ihr reges Interesse an diesem wichtigen Schritt für die Kocherburgschule.

Gewinner auf beiden Seiten erwartet Schulleiterin Anita Stark von dieser Bildungspartnerschaft. So können durch solche Partnerschaften Schülerinnen und Schüler optimal auf den Übergang in das Berufsleben vorbereitet werden, in dem sie direkt vor Ort erfahren, welche Kompetenzen sie als zukünftige Mitarbeiter mitbringen müssen.

Ortsvorsteher Karl Maier betonte in seinem Grußwort, dass die Schüler unsere Zukunft und die Fachkräfte von morgen seien, die durch diese Bildungspartnerschaften jetzt viel besser die Verbindung von Theorie und Praxis herstellen könnten und das gleich mit vier Industriebetrieben aus Unterkochen.
Da an der Kocherburgschule neben den fachlichen auch die sozialen Kompetenzen einen wichtigen Stellenwert haben, ist die Schule sehr froh, das Samariterstift Aalen mit im Boot zu haben.
Alles zusammen: Eine sehr gute Sache.

Was wisst ihr über unsere Partnerfirmen? Was wird dort hergestellt und welche Berufe könnt ihr bei ihnen erlernen? Ein Schmunzeln entlockte so manche Schüleräußerung den Vertretern der Firmen. Diese filmisch festgehaltene Befragung einiger Kocherburgschüler von Klasse fünf bis zehn machte deutlich, hier gibt es noch einiges aufzuarbeiten, was den Wissensstand angeht, z. B. stellt die Firma Lindenfarb keine Farben und Lacke her.

Diese Wissenslücken wurden im Anschluss an diesen kurzweiligen Beitrag von den Unternehmensvertretern an fünf Stehtischen beseitigt. Die beiden Konrektoren Dietmar Opitz und Erwin Honikel hatten sich zu dieser Befragung, die sie im Wechsel moderierten, einige zündende Impulse überlegt.
Zum Beispiel befragte "Fliegender Stoffhändler" Dietmar Opitz den im Stoffklappstuhl am "Strand" sitzenden Dr. Axel Nickel über die in seiner Firma Lindenfarb ausgerüsteten Stoffe.

Manuel Schirlin und Marcel Hochstätter hatten letztes Schuljahr mit ihrer Technikgruppe aus der neunten Klasse an einem einwöchigen Projekt bei der Firma RUD Ketten in der Lehrwerkstatt teilgenommen. Sie zeigten und führten ein Kegelspiel vor, erläuterten dessen Entstehung und zeigten auf Bildern die Herstellung einer Kette. Und das alles machten sie gekonnt wie die Profis.

In einem letzten Satz zur Bildungspartnerschaft fassten die Vertreter der Unternehmen ihre Erwartungen zusammen. Diese reichten von Einblicke in betriebliche Abläufe gewähren, Projekte gemeinsam durchführen, naturwissenschaftliches Interesse wecken, Perspektiven für Schüler aufzeigen bis zu Brücken für die Zukunft junger Menschen bauen.


IHK Geschäftsführer Klaus Moser und Schulrat Wolfgang Schäffer stellten sich der Befragung zur Entstehung der Bildungspartnerschaften in Baden-Württemberg.
Für jede allgemeinbildende Schule sollten betriebliche Partner gefunden werden. Die Skepsis am Anfang im Jahre 2008 sei gewichen und habe der Zuversicht Platz gemacht, so Klaus Moser. Über achtzig Prozent der Schulen haben inzwischen einen Partner gefunden. Wir in der Wirtschaft haben erkannt, so Moser, dass die Lehrer großes Interesse an dem weiteren Lebensweg ihrer Schüler hätten.
© Stadt Aalen, 01.02.2011

Die feierliche Unterzeichnung der Bildungspartnerschaften rundete den offiziellen Teil der Veranstaltung ab.

Die frisch gekürte Lehrerband leitete mit fetzigen Rhythmen zum gemütlichen Teil mit kleinem Imbiss über, bei dem lebhaft weiterdiskutiert wurde. Mit organisiert hatte diese Veranstaltung Monika Ritz von der IHK Ostwürttemberg, die dort für die Koordination Schule -Wirtschaft zuständig ist. Fest steht: Jetzt kann der im letzten Schuljahr entstandene Berufswegeplan für die Schülerinnen und Schüler der Klassen fünf bis zehn mit Leben erfüllt werden. (Text/Fotos: Kocherburgschule Unterkochen)

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