Informationsveranstaltung über Planungen und Maßnahmen im Raum Aalen B 29 / B 29a

Am 2. November 2015 fand in der Festhalle eine Informationsveranstaltung über Planungen und Maßnahmen statt.

In der gut besuchten Versammlung in der Festhalle informierten Oberbürgermeister Thilo Rentschler, von der Ingenieurgesellschaft Dr. Manfred Brenner und Ulrich Noswitz, vom Regierungspräsidium Stuttgart Christian Schwarz, Isolde Müller und Resi Becker.

(© Bezirksamt Unterkochen)

Oberbürgermeister Thilo Rentschler hatte zu dieser Veranstaltung eingeladen, um die Bürgerschaft über die Planungen und beabsichtigten Maßnahmen im Raum Aalen zu informieren. Vom Ingenieurbüro Brenner informierten Dr. Manfred Brenner und Ulrich Noswitz über die Verkehrsströme und Planungen im Gesamtzusammenhang. Dabei wurden die Besucher auch über die derzeitige Planung und Verwirklichung Ortsumfahrung Mögglingen, Aalen-Essingen, die Ertüchtigung der Westumgehung, die Nordumfahrung Ebnat und die Ebnater Steige an Hand von Planungerlagen informiert. Die Erhebungen stammten aus dem Jahre 2013. Den Verantwortlichen ging es insbesondere darum, die Verkehrsströme in der Raumschaft Aalen den Besuchern an Hand von Schaubildern darzustellen. Im kommenden Jahr soll der Bundesverkehrswegeplan aufgestellt werden. Dabei gehe es insbesondere für die Raumschaft Aalen und Ebnat, dass die Maßnahme Ebnater Steige und Nordumfahrung Ebnat in den vordringlichen Bedarf komme. Wenn dies nicht der Fall sein soll, so Oberbürgermeister Rentschler, habe man die Chance auf viele Jahre verspielt. Das Büro Dr. Brenner hatte bekanntlich die Ausbaupläne für die B 29a angefertigt. Für diese Planung hatte sich der Gemeinderat bereits vor sechs Jahren entschieden. Im Detail wurden die Planungen für die Nordumfahrung Ebnat und den Albaufstieg näher vorgestellt. Beide Vorhaben sollen als eine Gesamtmaßnahme im Bundesverkehrswegeplan in den vordringlichen Bedarf kommen. Für die Maßnahme Aufstieg Unterkochen wurde die Ingenieurgesellschaft Dr. Brenner zusammen mit Prof. Dr. Ing. Gerd Baldauf und Logo Verde mit der Planung beauftragt.

Ziele für den Planaufstieg / Albaufstieg sind die Wiederherstellung der Lebensqualität im Wohngebiet Knaupes. Hier erhoffen sich die Planer eine deutliche Lärmminderung. Keine direkte Sichtbeziehung zur verlegten und abgesenkten Landesstraße. Die Aufwertung des Siedlungsrandes durch Bepflanzung gestaltete Wohnsammelstelle. Eine saubere Trennung der Wohngebietserschließung vom Hauptstraßennetz, auch bezüglich des Schwerlastverkehrs. Die Planung sieht im unteren Bereich an der alten Turnhalle die Neuanlegung einer Straße, etwas verrückt Richtung Kirchberg, mit einer Tieferlegung vor. Die bestehende Straße soll als Wohnstraße erhalten bleiben. Im unteren Bereich soll dann ein Kreisverkehr angelegt werden. Als Zielsetzung wurde angegeben, dass dadurch eine Verbesserung der Verbindung der Ortsteile südlich der Ebnater Steige und der Ortsmitte möglich ist. Durch den Bau einer Brücke vom Wohngebiet Knaupes Richtung Kirchberg soll eine verbesserte und sichere Rad- und Fußwegverbindung geschaffen werden. Dass diese gesamte Maßnahme in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans komme, rechnen sich derzeit die Plankosten für die Ebnater Steige mit 23 Mio. EUR, die Nordumfahrung Ebnat mit 4,5 Mio. EUR. Die Ebnater Steige ist für den Schwerverkehr talabwärts gesperrt. Allerdings gebe es hierfür derzeit 660 Sondererlaubnisse, davon gelten etwa nur 10 für Omnibusse und GOA-Fahrzeuge. Die weiteren Sondererlaubnisse sind für Lkw aus der Region. Bergauf in Richtung Ebnat gebe es momentan keine Beschränkung für den Schwerlastverkehr.

 

Diskussionsbeiträge:

Unterkochen’s Sprecher von der Bürgerinitiative Karl Maier, stellte die Frage, ob es überhaupt noch eine Chance für die Albaufstiegstrasse Variante 6f durch den Wald zwischen Oberkochen und Königsbronn gebe?

Der Referatsleiter des Regierungspräsidiums Stuttgart, Christian Schwarz, erklärte, dass die Pläne für die Variante 6f verfallen sind. Darüber hinaus wurde die Information gegeben, wenn ein Aufstieg über Oberkochen gebaut werden könnte und die Ebnater Steige in ihrer jetzigen Straßenführung so bleiben würde, haben die Berechnungen ergeben, dass 60 % des bisherigen Verkehrs weiterhin auf der alten Straße fahren würden. Nach Einschätzung der Planer würden nur 40 % die neue Trasse nutzen. Die Lärmbelastung würde damit, so Dr. Manfred Brenner vom Ingenieurbüro, nicht geringer.

Stadtrat und Ortschaftsrat Ulrich Starz vertrat den Standpunkt, dass die neue Albaufstiegstrasse B 29a keine Verbesserung im Lärmbereich bringe. Insbesondere sehe er die Tatsache, dass sich in der Heidenheimer Straße nichts verändere. Seine Zielsetzung war dahingehend, keine Veränderung und keinen Ausbau der Ebnater Steige vorzunehmen. Insbesondere müssten dadurch erhebliche Erdmassen durch die Tieferlegung beseitigt werden.

Oberbürgermeister Thilo Rentschler fasste zusammen, dass die B 29 für die Verkehrsplaner im Bund eine Gesamtmaßnahme ist. Tatsache und dies müsse dann auch zur Kenntnis genommen werden, dass eine Gesamtmaßnahme in verschiedenen Abschnitten realisiert werden kann.

Bei der Diskussion meldeten sich auch die Sprecher der Bürgerinitiativen vom Härtsfeld, Westhausen und Bopfingen. Auch Fragen über die Westumgehung wurden an die Straßenplaner und an den Oberbürgermeister gerichtet. Ebnat’s Ortsvorsteher Manfred Traub und der Sprecher der Bürgerinitiative Bürgerbündnis Ebnat forderten den schnellen Bau der Nordumfahrung Ebnat. Beide äußerten aber auch, dass der Ausbau Ebnater Steige und Nordumfahrung Ebnat als eine gesamte Maßnahme gesehen werde.

Oberbürgermeister Thilo Rentschler appellierte an dem nun eingeschlagenen Weg zur Verwirklichung der Vorhaben Nordumfahrung Ebnat und Albaufstieg Ebnater Steige, dass dieses Vorhaben in den Bundesverkehrswegeplan aufgenommen werde. Die Chancen der Verwirklichung waren noch nie so gut wie zum jetzigen Zeitpunkt.

 

(Text: Hubert Mahringer)

(© Bezirksamt Unterkochen)
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© Stadt Aalen, 09.11.2015

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