Bürgerinformation über die Mehrfachbeauftragung Albaufstieg Unterkochen – Ebnat am 10. Dezember in der Festhalle Unterkochen

Der Workshop Ebnater Steige wurde in Form einer Mehrfachbeauftragung durchgeführt. Die Arbeiten der drei Planungsteams wurden im Sitzungssaal im Rathaus Aalen am 17.11.2009 vorgeführt. Die Bewertungskommission hat sich für den Entwurf von Dr. Brenner / Prof. Ing. Baldauf und Logo Verde entschieden. Vorausgegangen sind nun Informationen und Zustimmung zu dieser Planung von den Ortschaftsräten Unterkochen und Ebnat.

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Bei der Bürgerinformation informierte Dr. Manfred Brenner, Unterkochen, über die von ihm, zusammen mit seinen Kollegen Prof. Ing. Baldauf und Logo Verde gefertigte Planung.

Ortsvorsteher Karl Maier gab vorab umfassende Informationen über die Entwicklung in den letzten 40 Jahren über den Albaufstieg Unterkochen – Ebnat.

Erste Bürgermeisterin Jutta Heim-Wenzler stellte die derzeitige Situation in den Vordergrund und erinnerte an die Zielsetzung, die bestehende Situation zum Albaufstieg für die Anwohner und für die Verkehrsteilnehmer zu verbessern.

Dr. Manfred Brenner informierte über den Albaufstieg Unterkochen.
© Stadt Aalen, 17.12.2009

Die Pläne und die Thematik können im 1. Stock des Rathauses Unterkochen

Die Bürger hatten bei dieser Informationsveranstaltung Möglichkeiten, ihre Anliegen und Fragen vorzubringen. Guntram Kottwitz, Sprecher der Bürgerinitiative, berichtete, dass die Bürgerinitiative sich mit dem Bau einer Aufstiegstrasse von der B 19 zur A 7 seit 1975 befasse. Er erinnerte, dass eine Variante damals gefunden wurde, nämlich der sogenannte Südzubringer, Variante 6b, und später 6f. Der Sprecher erinnerte auch daran, dass die Landesregierung und das Regierungspräsidium sowie die Region Heidenheim bis Aalen über diese Aufstiegstrasse sich einig waren. Allerdings wurde dann dieses Projekt auf dem Flächennutzungsplan im Jahr 1994 gestrichen. Somit war die Grundlage einer weiteren Planung für Unterkochen entzogen. Später wurde dann das Gebiet zwischen Oberkochen und Unterkochen als Naturschutzgebiet in ein sogenanntes FFH- (Flora-Fauna-Habitat) Gebiet ausgewiesen. Er bedauerte, dass Aussagen und Versprechungen von Politikern, die Ebnater Steige kann und dürfe nie als Autobahnzubringer gemacht werden, somit noch nicht erfüllt wurden. Die Bürgerinitiative sieht nach wie vor den Bau einer neuen Aufstiegstrasse als eine unabdingbare Forderung. Enttäuscht zeigte sich der Redner, dass nur ein Korridor festgelegt wurde, nämlich vom Schützen bis zum Knaupes, und nicht den letzten Versuch unternommen wurde, nochmals prüfen zu lassen, ob doch nicht noch eine Möglichkeit bestehe, den zu erwartenden, immer stärker werdenden Verkehr nach Fertigstellung des vierspurigen Ausbaus der B 29 zwischen Stuttgart und Aalen außerhalb von Unterkochen zur Autobahn zu führen. Nachdem der Ortschaftsrat Unterkochen bereits zugestimmt habe, werde auch der Gemeinderat dieses Projekt befürworten. Somit könne sich die Bürgerinitiative verabschieden, so der Sprecher. Weitere Redner bezweifelten, dass durch die Ausweisung eines FFH-Gebietes der Bau einer gesonderten Trasse nicht möglich wäre. Jeder Vorschlag, der auf den Tisch gelegt würde, könne auch verbessert und verändert werden. Weitere Fragen richteten sich bezogen auf die Planungen von Dr. Brenner über die Zufahrtsmöglichkeiten zum Wohngebiet südlich der Ebnater Straße, den Fußgängerüberweg, die mögliche Beseitigung von Gebäuden sowie die dann eventuell stärker frequentierte Elisabethenstraße. Weitere Diskussionsbeiträge waren die Fußgängerführung über den Kreisel, der mittels Zebrastreifen oder einer Ampel gelöst werden könnte. Weitere Bürger sprachen von der verpassten Chance nach dem echten Zubringer. Einige hatten detaillierte Verbesserungsvorschläge zu dem Planentwurf des Ingenieurbüros. In der sehr sachlichen geführten Bürgerinformation konnten die Besucher sich an Hand von Plänen im Detail informieren. (Text/Foto: Hubert Mahringer)

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