1136 – 2011 Unterkochen feierte am vergangenen Freitagabend mit einem Festakt das 875-jährige Bestehen

Unterkochen hat Grund zum Feiern, Grund zur Freude – 875 Jahre Geschichte lassen den Ort mitten in der Gegenwart spüren. Die Urkunden belegen es, dass Unterkochen im Jahr 1136 erstmals urkundlich erwähnt wurde. Der heutige Stadtteil von Aalen ist geprägt durch Industrie, Handel, Handwerk und Dienstleistungen, mitten eingebettet in einer schönen Landschaft. Die Vorfahren haben den Ort gestaltet und für viele Bürgerinnen und Bürger zu einer liebenswerten Heimat geschaffen.

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Die Bürgerschaft, Vertreter der Politik und der Wirtschaft sowie Vereine trafen sich zu diesem Festabend. Beim Stehempfang im Foyer der Festhalle konnte gleich die archäologische Ausstellung besichtigt werden, die zusammengestellt wurde von der Initiative Ruine Kocherburg. Es war ein Vorgeschmack für die Heimatgeschichte. Der Musikverein Unterkochen mit seinem Dirigenten Werner Wohlfahrt präsentierte den Kocherburg-Marsch zur Einstimmung für den Festabend.

Ortsvorsteher Karl Maier dankte in seiner Begrüßung all denen, die die Geschichte von Unterkochen mit geprägt und gestaltet haben. So erinnerte der Ortsvorsteher unter anderem an Gegebenheiten aus früheren Zeiten, wie das Zusammenleben und Zusammenwirken mit den Nachbargemeinden und –städten. Wir Unterkochener – so der Ortsvorsteher – waren und sind immer streitbar, aber ehrbare Leute gewesen.

Mit einem tollen Bühnenprogramm erwiesen Vereine und Schule ihrem Jubilar, dem heutigen Stadtbezirk Unterkochen, die Ehre. Cantiamo, unter der Leitung von Kristin Schwarz, swingte und sang Ringelnatzverse und O happy day. Der RUD-Chor unter der Leitung von Gerhard Stahl, trug dem Publikum Volkslieder vor. Eine großartige Leistung präsentierten die Schülerinnen und Schüler der Kocherburgschule mit einem Auszug aus dem Musical Lollypop unter der Regie von Kristin Schwarz.

Namens der ortsansässigen Industrie berichtete Dr. Wolfgang Palm von einem florierenden Netzwerk fleißiger Menschen und bedeutender Betriebe am Ort. Er sprach von der weltweiten Bedeutung der Unterkochener Betriebe und erinnerte, dass Unterkochen dank seiner Industrie eine der reichsten Gemeinden in Baden-Württemberg war. Den Strukturwandel der letzten Jahre habe die Industrie in Unterkochen dank seiner Arbeitskräfte gut überstanden. Dies sei eine gute Basis für eine Weiterentwicklung des Stadtbezirks, der Stadt und der Region.

Oberbürgermeister Martin Gerlach erinnerte an die industrielle Entwicklung, die rund um den Kocher begonnen habe. Unterkochen könne und dürfe stolz auf sein Jubiläum sein.

Für die beiden Kirchengemeinden weist Pfarrer Hermann Knoblauch auf die geistlichen und historischen Impulse hin. Das Viadukt in Unterkochen sah der Pfarrer als ein Symbol dafür, gemeinsame Brücken zu bauen.

In seinem Festvortrag erinnerte Stadtarchivar Dr. Roland Schurig in Wort und Bild über die Geschichte von Unterkochen sowie rund um die Kocherburg und zeichnete die Nachkommenschaft mit den Namen Kling, Kieninger, Blümle, Schäffauer und Grimm in seiner Historik nach und bezeichnete den Ort als alte Dame Unterkochen zwischen Kocherburg und Trinkweiher. Er zeichnete den eindeutigen Bezug zur Fürstprobstei Ellwangen nach und unterstrich die Stabilität des Dorfes in den letzten fünf bis sechs Jahrhunderten.

Landrat Klaus Pavel sah in dem Ortswappen von Unterkochen eine stetige Weiterbewegung der Räder. Unterkochen, ein Ort, der niemals still stehe, sondern sich stets für die Zukunft öffne.

Ortsvorsteher Karl Maier dankte allen Mitwirkenden für die großartige Gestaltung des Festaktes.

Durch das abendfüllende Programm führte gekonnt Matthias Ruthardt.

Während dem Festprogramm präsentierte Gebhard Grimm einen Film über den historischen Festumzug, der am 28. Mai 2011 stattgefunden hat.
© Stadt Aalen, 24.10.2011
Den Festvortrag hielt Stadtarchivar Dr. Roland Schurig

Moderator Matthias Ruthardt zitierte das Gedicht:

„Liebes Unterkochen und Unterkochen am Rande der Alb spendest Freude und Wonne für jung und alt. Wer den Ort hat mal gefunden, erquickend sind die schönen Stunden. Den Ort Unterkochen, du findest ihn schön. Einmal gesehen und träumen von Unterkochen ist schön. Wald und Wiesen veredeln das Feld, wer es einmal gesehen, dem erleuchtet die Welt. Auf Schuster’s Rappen muss man es erleben, die wahre Freiheit kommt somit aus dem Leben. Den Ort Unterkochen, du findest ihn schön. Einmal gesehen und träumen ist schön.“ (Text/Fotos: Hubert Mahringer)

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